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Rucksäcke

Den Richtigen zum Wandern finden

Wanderrucksäcke - Was es zu beachten gibt

Du stehst in den Startlöchern für die nächste Wanderung, aber bist nicht sicher, welcher Rucksack für deine Tour der richtige ist? Hier erfährst du, welche Größe du brauchst, auf welche Eigenschaften du achten solltest und welche Ausstattung dein Rucksack mitbringen sollte.

Wie groß muss ein Wanderrucksack sein?

Die benötigte Größe hängt von der geplanten Tour ab. (© Tatonka)
Die benötigte Größe hängt von der geplanten Tour ab. (© Tatonka)
Klassische Wanderrucksäcke haben meist ein Volumen zwischen 15 und 35 Litern. Für leichte Tagestouren mit wenig Gepäck (bis 7 kg) sind 15 bis 20 Liter ausreichend. Für anspruchsvollere Tagestouren in den Bergen sind 20 bis 25 Liter besser geeignet. Wer Gepäck für zwei bis drei Tage dabei hat (bis 10 kg), sollte einen Rucksack mit einem Volumen von 25 bis 35 Liter wählen.

Für kurze Touren mit wenig Gepäck sind auch kleinere Rucksäcke oder Ultraleichtrucksäcke ausreichend. Diese punkten – wie der Name schon vermuten lässt – vor allem durch ihr leichtes Gewicht, haben aber dafür keine besonderen Tragesysteme. Für Mehrtagestouren ab drei oder vier Tagen sind hingegen größere Trekkingrucksäcke besser geeignet. Mit einem Volumen zwischen 35 und 95 Liter sind sie für mehr Gepäck ausgelegt und deshalb mit aufwendigeren Tragesystemen und großzügiger Polsterung ausgestattet. So bieten sie auch bei mehr Gewicht noch den nötigen Tragekomfort.

Bei den Volumen-Angaben handelt es sich allerdings nur um ungefähre Richtwerte, die zur Orientierung dienen sollen. Welche Größe am Ende die richtige ist, hängt zum einen von der geplanten Tour ab, zum anderen aber auch was eingepackt werden soll und wie es verstaut wird. Wer sich nur auf das Nötigste beschränkt, kommt mit einem kleineren Fassungsvermögen zurecht als Wanderer, die gerne für alle Eventualitäten gewappnet sind und daher lieber etwas mehr mitnehmen. Bei wechselhaftem Wetter sollte im Rucksack zum Beispiel noch Platz sein, um Jacken oder warme Midlayer, die nicht mehr gebraucht werden, zu verstauen. Wer leicht schwitzt, benötigt vielleicht mehr Kleidung zum Wechseln. Grundsätzlich sollte das Gepäck aber auf das wirklich Notwendige beschränkt werden, um das Gewicht möglichst klein zu halten und so den Rücken zu schonen. 

>> Packliste: Was muss in den Wanderrucksack?

Auch die Rückenlänge spielt eine Rolle

Es gibt spezielle Rucksackmodelle für Damen. (© Tatonka)
Es gibt spezielle Rucksackmodelle für Damen. (© Tatonka)
Damit der Rucksack gut sitzt, kommt es bei der Größe eines Rucksacks aber nicht nur auf das Volumen, sondern auch auf die Rückenlänge an. Bei größeren Rucksäcken für Mehrtagestouren lassen sich Höhe und Rückenlänge häufig individuell einstellen, bei kleineren Tagesrucksäcken ist das aber oft nicht möglich. Da Rucksäcke mit größerem Volumen in der Regel auch längere Rückenlängen haben, ist es deshalb für große Personen empfehlenswert, sich bei fixen Schultergurten eher für das größere Volumen zu entscheiden. Auch wenn für das Gepäck ein kleineres Maß ausreichend wäre.

Zudem gibt es inzwischen viele Hersteller, die eigene Modelle für Damen anbieten. Diese sind besser an die weibliche Anatomie angepasst und häufig auch mit kürzeren Rückenlängen erhältlich.

>> Rucksäcke für Damen

Praktische Ausstattung

Hüft- und Brustgurte erleichtern das Tragen. (© The North Face)
Hüft- und Brustgurte erleichtern das Tragen. (© The North Face)
Neben der Größe des Rucksacks lohnt sich auch ein Blick auf die benötigte Ausstattung. Die meisten Wanderrucksäcke sind aus robusten, wasserabweisenden Materialien. Bei starkem, anhaltendem Regen ist aber trotzdem eine zusätzliche Regenhülle zu empfehlen. Diese ist bei vielen Modellen in einem kleinen Fach an der Unterseite direkt im Rucksack integriert. Regenhüllen sind aber auch separat erhältlich.

 >> Hier geht’s zu den Regenhüllen für Rucksäcke

Gerade bei großen Rucksäcken sind mehrere Zugänge zum Hauptfach oder die Aufteilung in verschiedene Fächer von Vorteil. Das macht es leichter Ordnung im Gepäck zu halten und Sachen besser zu erreichen. Viele Wander- und Trekkingrucksäcke haben zudem ausgeklügelte Systeme um Ausrüstung außen am Rucksack zu befestigen. Diese reichen von Netztaschen für Flaschen, über Schlaufen und Kordeln zur Halterung von Stöcken bis hin zu Tragesystemen für Kletterhelme. Praktische Ergänzungen sind außerdem kleine Details wie eine Signalpfeife am Schultergurt, ein Schlüsselhalter im Innenfach oder kleine Fächer am Hüftgurt, mit denen wichtige Utensilien schnell zur Hand sind.

 >> Mehr Rucksackzubehör: Gurte, Seitentaschen, Helmhalterungen etc.

Tragesystem für Belüftung und Lastenverteilung

Zum Vergleich: Verstellbarer Kontaktrücken (links) und Netzrücken (rechts)
Zum Vergleich: Verstellbarer Kontaktrücken (links) und Netzrücken (rechts)
Vor allem bei den größeren Modellen spielt zudem das Tragesystem eine wichtige Rolle. Es ist zum einen für die Verteilung der Lasten zuständig, zum anderen für die Belüftung am Rücken. Besonders gut durchlüftet und zudem bequem zu tragen sind Modelle mit Netzrücken. Der Nachteil ist allerdings, dass das Gewicht weiter vom Körper entfernt sitzt. Dadurch zieht der Rucksack tendenziell mehr nach hinten. Vor allem bei schwerem Gepäck oder auf anspruchsvolleren Routen sorgen deshalb Rucksäcke mit Kontaktrücken für mehr Stabilität.

Je schwerer der Rucksack, desto wichtiger wird auch der Hüftgurt. Während bei leichten Rucksäcken Hüftgurte nur aus einfachen Schnallen bestehen oder ganz weggelassen werden, sind sie bei größeren Modellen stabiler und gut gepolstert. So wird die Last des Gepäcks von den Schultern auf die Hüfte verlagert. Die gepolsterten Schultergurte dienen dann mehr zur Stabilisierung als zum Tragen des Gewichts. Für optimalen Tragekomfort sollte zudem der Brustgurt verstellbar sein – auch in der Höhe.